Kunst: Stör-faktor statt dienerin der Unternehmen

(KULTURMANAGEMENT MAS/HGK FHZ Luzern)        

Kurzbeschreibung und Zielsetzung

Die These dieser Arbeit lautet, dass die aktuellen Arbeitswelten die kreativen Kräfte des Menschen nicht wirklich ernst nehmen. Sinnlichkeit, Intuition und ästhetische Kompetenz werden «kulturbewusst» in den Freizeitbereich geschoben und mit marktwirtschaftlichen Interessen kultiviert. In beiden Fällen gehe der Mensch eigentlich leer aus. Er wird seiner sinnstiftenden, kreativen Lebensäusserung beraubt. Um diesem «Kreislauf des Raubes», in welchem schlussendlich auch Industrie und Wirtschaft entleert werden, ein Ende zu setzen, wird die Hypothese aufgestellt, dass gerade das, was in der produktiven Arbeitswelt ausgeklammert wurde, nämlich die künstlerischen Wahrnehmungsprozesse, wieder integriert werden müsste. Nicht nur als return on investment für Industrie und Wirtschaft, um sinnstiftendere Arbeitsbedingungen zu schaffen, sondern auch für eine erneute Wertschätzung von Kultur und Kunst.

Anhand einer historischen Betrachtung wird in dieser Arbeit den spezifischen Hintergründen dieser fatalen Entwicklung nachgegangen.


Vor allem auch, weshalb bestimmte Clichées bezüglich des Verständnisses von Kultur und Kunst in Unternehmungen entstehen konnten. Fehlentwicklungen, die durchaus korrigiert werden könnten, auch wenn die Problematik sehr komplex ist. Es gab in den letzten Jahrzehnten kaum einen Industrie- oder Wirtschaftszweig, der nicht enorme Summen verbrauchte, um künstlerisch-kreative Inputs zu importieren. Denn mit der Wirkung der Kunst, ihrer Aura, lassen sich Produkte besser vermarkten, und somit höhere Gewinne erzielen. Die Gewinne sind zerschmolzen. An ihrer Stelle sind grosse Defizite entstanden, die nicht zu beziffern sind: nämlich Werte menschlicher und gesellschaftlicher Natur.

Aufgrund der Hypothese und Umfragen in Industrie und Wirtschaft, sowie den eigenen Erfahrungen wird ein Entwurf vorgestellt, wie künstlerische Wahrnehmungsprozesse wieder in die Arbeitswelt integriert werden könnten.

Zielsetzung

Ziel ist, die ästhetische Sensibilisierung und Wahrnehmung durch praktische Erfahrung von Kunst in der Arbeitswelt zu fördern. Damit sollen die Verantwortlichkeiten gegenüber Mensch und Unternehmung, Kunst und Kultur bewusster werden - auch im Sinne einer Bereicherung der persönlichen Kompetenzen.

Zielgruppen

Zielgruppen sind Kaderleute in Führungspositionen und Personen mit Entscheidungsfunktionen in Industrie und Wirtschaft, die sich direkt oder indirekt für Kultur und Kunst «vor Ort» interessieren oder engagieren.


Kunst auf Stör Artikel
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